Author: Melissa Lukowski

Dadamachines stellt seinen rasterbasierten Midi-Performance-Sequenzer Composer Pro vor.

Letzte Woche präsentierten Steffen Sennert und Johannes Lohbihler den Composer Pro auf der Superbooth 2019. Steffen entwickelte den Sequenzer während der DesignFarm bis zum fertigen Prototyp. Die restliche Farm-Zeit  wird er die Kickstarter-Kampagne dafür produzieren. Dadamachines plant, den Composer Pro bis zum Spätsommer 2019 auf den Markt zu bringen.

 

 

 

„Wir wollten den Computer beim Musik machen loswerden. Deshalb haben wir das Konzept in ein Gerät gesteckt, das keinen Computer braucht und der der das Zentrum eines Studios sein kann.“ 

Steffen Sennert 

 

 

 

 

„Composer Pro ist die neue Drehscheibe für elektronische Musiker, ein fehlendes Element für Ideenskizzen und Live-Spiele. Es ist ein eigenständiger Sampler und Live-Instrument, das sich mit allem im Studio oder auf der Bühne verbindet ausserdem ist es ist Open Source und community-powered.“

Peter Kirn/CDM 

 

 

dadamachines.com

Das „Zukunftsfestival“ in Berlin demonstriert erneut das Ideenreichtum kleiner und mittlerer Unternehmen und veranschaulicht die Wirksamkeit der technologieoffenen Innovationsförderung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi).

Auch in diesem Jahr hatte die DesignFarmBerlin wieder einen spannenden Innovationstag. Ausgestellt haben Robin Hoske und Leon Laskowski mit ihrem Design Lab WINT, Madeleine Marquardt mit ihrem innovativen Laserdruckverfahren für Textilien, sowie Juan Opitz-Silva, Facundo Gutierrez und José Villatoro mit Motorskins, einem fluidbetriebenen Exosuit.

Die Farmer konnten auf der eintägigen Veranstaltung ihre Produktinnovationen und technischen Prozesse präsentieren und neben Kontakten und Feedback aus der Industrie gingen einige auch mit Kooperationen und Auftragsanfragen nach Hause.

Alle 6 Farmer arbeiten experimentell im Hightech-Bereich und entwickeln schlüssige Prozesse für neue Prozesse und Produkte.

 

 

Robin Hoske #Ultra   Leon Laskowski #ALL IN

Madeleine Marquardt #ILPS

Juan Opitz-Silva #Motor Skins   Facundo Gutierrez #Motor Skins

Interview mit Studio LS301

Studio LS301 ist ein junges Produkt- und Interaktionsdesignstudio, das sich zum Ziel gesetzt hat, den Umgang mit Robotern human zu gestalten. Die beiden Designer übersetzen Körpersprachen in das Maschinenverhalten, um eine intuitive Interaktion basierend auf realen Bewegungsabläufen zu schaffen.

Die DesignFarmBerlin unterstützte Valentin Lindau und Jonas Schneider 12 Monate lang bei der Entwicklung einer Strategie für den Markteintritt. Während der anfänglichen Suche nach Herstellern für ihren Reinigungsroboter Sweep,erkannten sie, dass Wissen und insbesondere Designaspekt in der Roboterinteraktion auf dem deutschen Markt noch wenig fortgeschritten ist. Mittlerweile betreiben sie das Studio LS301, das die interaktiven Entwicklung in der Robotik als Schwerpunkt hat.

 

DesignFarmBerlin: Ihr habt bei der DesignFarmBerlin mit dem Projekt Sweep begonnen. Wie seid ihr auf die Idee gekommen, insbesondere auf das Konzept: Mensch Roboter-Interaktion?

J.Schneider / LS301: Mensch Maschine Interaktion ist per se kein neues Konzept. Die Gestaltung von Nutzerschnittstellen ist gängige Praxis, nicht zuletzt im Bereich UX/UI Design. Hier ist mit Maschine aber in der Regel der Computer bzw. das Smartphone oder Tablet gemeint. Sprich, die Interaktion beschränkt sich auf zweidimensionale Anwendungen auf dem Display. Wir gehen einen Schritt weiter und wollen das physische Objekt dabei wieder stärker in den Blick nehmen. Denn im Hinblick auf die zunehmende Autonomisierung unseres Alltags – sei es im Verkehr, am Arbeitsplatz oder Zuhause – sehen wir zunehmenden Bedarf an nutzerfreundlichen und intuitiven Interaktionskonzepten, die sich am Objekt selbst orientieren. Sweep stellt für uns eine Art Fallbeispiel dar, an dem wir zeigen, wie autonome Technologie sinnvoll implementiert werden kann. Hier haben wir für die Berliner Stadtreinigungsbetriebe die Bewirtschaftung des Alexanderplatz im Hinblick auf das Werkzeug und die Arbeitsschritte der Mitarbeiter analysiert und wie deren Arbeitsplatz durch den Einsatz neuer Technologien aufgewertet und effizienter gestaltet werden kann. Das Ergebnis unserer Arbeit ist Sweep. 

 

Das arbeiten am physischen Prototypen ist essentiell um dem Fahrverhalten gezielt einen Charakter zu verleihen. 

 

Wie war es für euch, als Interface/Produktdesigner an diesem Projekt zu arbeiten? Welche Disziplinen musstest ihr kombinieren, erwerben um das Ergebnis zu erzielen?

Während unseres Studiums haben wir bereits an vielen Projekten gearbeitet, die verschiedene Facetten in der Gestaltungsarbeit abgebildet haben. Ich denke die größte Herausforderung war, unsere Ideen in den physischen Interaktionsprototypen zu übertragen. Als Produkt Designer nutzen wir in der Regel CAD Software oder verschiedene Grafikprogramme, um unsere Konzepte zu visualisieren und auszuarbeiten. Prototypen werden dann gebaut, um Proportionen und Handhabung am physischen Objekt zu bewerten. Im Fall Sweep fand jedoch ein Großteil des iterativen Gestaltungsprozesses am Prototypen selbst statt. Hier ging es weniger um Proportionen als vielmehr um die Ausgestaltung der Bewegungen des Roboters im Raum. Dafür mussten wir auf die physical Computing-Plattform “Arduino” zurückgreifen – mit Microcontrollern und Programmierung hatten wir uns zuvor nie in dieser Tiefe auseinander setzen müssen. 

 

“Wir sind die Erfinder und Köpfe hinter dem Produkt…”

 

Was war während der Entwicklung von Sweep völlig unerwartet? Und wie waren die Herausforderungen während des gesamten Prozesses?

Am Anfang fiel es uns schwer unsere Rolle bei der Entwicklung von Sweep zu definieren. Wir sind zwar die Erfinder und Köpfe hinter dem Produkt, hatten allerdings nie vor dieses selbst vollständig zu entwickeln oder zu vertreiben. Wir wollten unbedingt weiter kreativ tätig sein und nicht hauptsächlich Projektmanagement betreiben bzw. andere Unternehmen koordinieren. Während der Verhandlungen über die Kooperation sind wir uns erst so richtig bewusst geworden, wie wir das Projekt weiterverfolgen, und was wir perspektivisch daraus machen wollen. An dieser Stelle war dann auch das erste Mal die Rede von einem gemeinsamen Design Studio. 

 

Erste Designstudien – Der Charakter eines Roboters liegt in der Kombination aus der formalen Gestalt und dem Bewegungsverhalten. 

 

Auf eurer Webseite betont ihr unter anderem “Eine der größten Herausforderungen bei der Etablierung neuer Technologien ist die Akzeptanz durch den Menschen. Bei einem Großteil der autonomen Produkte gibt es aktuell einen Mangel an Kommunikation und Interaktion mit der Umwelt.” Gibt es Möglichkeiten, diesen Kampf zu überwinden oder welche Lösungen würdet ihr euch vorstellen, um die Kommunikation zu erleichtern?

Nehmen wir das Beispiel autonomes Fahrzeug. Die Aufgabe ist klar – Ein Fahrzeug muss selbstständig in der Lage sein, ohne Zutun eines Fahrers und unter Berücksichtigung der Verkehrsregeln sicher und möglichst auf schnellstem Wege von A nach B zu kommen. Auch wenn wir heute noch weit davon entfernt sind, uns morgens vom selbstfahrenden Bus zur Arbeit fahren zu lassen, so ist der Einzug der autonomen Mobilität in Sichtweite. Für uns ist an dieser Stelle nicht die Frage ob, sondern wie sich diese Fahrzeuge in Zukunft eigenständig bewegen werden. Woher weis ich, dass mich das Fahrzeug gesehen hat und bremsen wird. Wie erkenne ich dessen Intention? Ein Roboter darf keine Black Box sein, sondern muss sich seiner Umwelt mitteilen. Nur so kann eine sichere und humane Koexistenz im Alltag stattfinden. Noch findet der Nutzer im Entwicklungsprozess zu wenig Beachtung. Das liegt daran, dass technologische Neuentwicklungen in der Robotik üblicherweise von Ingenieuren und Programmierern voran getrieben werden, denen eine nutzerzentrierte Denkweise fehlt. Wir sind der Meinung, dass Designer stärker und vor allem in einem frühen Stadium in den Entwicklungsprozess mit einbezogen werden müssen.

 

Sweep erkennt Kanten und heftet sich automatisch an sie an.

 

Ihr hattet gleich am Anfang einen guten Start, wart viel mit Herstellern und Unternehmen in Kontakt und habt gutes Feedback und Kooperationsangebote bekommen. Was waren hier eure Erfahrungen?

Mit der BSR hatten wir natürlich einen starken Partner mit einem guten Netzwerk in der Branche an unserer Seite. So konnten wir recht schnell auf höherer Ebene und mit der BSR als überzeugter Kunde an unserer Seite mit Rückendeckung in Verhandlungen treten. Nichtsdestotrotz hat am Ende auch unser Konzept überzeugen können. Durch unsere teilautonome Lösung könnten wir den technologischen Aufwand minimieren und so die Hemmschwelle für diese Neuentwicklung beim Kunden herabsetzen. Uns ist bewusst, dass für viele etablierte mittelständische Unternehmen der Schritt in Richtung Digitalisierung bzw. Autonomisierung ihrer Produkte mit viel Aufwand und Entwicklungskosten verbunden ist. Gerade was Expertise in der Softwareentwicklung betrifft. Deshalb haben wir früh mit dem Robotic Startup “Enway”, was im Bereich Computer Vision spezialisiert ist, zusammen gearbeitet. Gemeinsam haben wir über ein Jahr mit der BSR und einem der Marktführer für Kommunaltechnik aus Dänemark zusammengearbeitet. 

 

“Wir alle reagieren nachdrücklich auf Dinge, die sich selbstständig bewegen und so ein eigenes Leben suggerieren”.

 

Abgesehen von Sweep, habt ihr ein Interaction Design-Studio mit dem Schwerpunkt auf autonome Objekte gegründet. Könntet ihr euer Konzept “Körpersprache für autonome Technologie” näher ausführen?

Wie vorhin kurz angedeutet, haben wir im Laufe des letzten Jahres an einer Körpersprache für autonome Technologie gearbeitet. Wir verstehen sie als eine Art Toolbox, bestehend aus unterschiedlichen Kommunikations- und Feedbackmechanismen, die sich an Gestik und Mimik im Umgang mit Menschen und Tieren orientiert. Sie besteht bisher aus fünf Prinzipien – Natural Appeal, Physical Phenomena, Mirroring, Prediction und Reaction. Das Zusammenwirken dieser Prinzipien, ermöglicht dem Nutzer, Bewegungen und Richtungswechsel eines Roboters zu antizipieren und gibt ihm kontinuierliches Feedback über den Zustand und die Intention der autonomen Maschine. So ist es möglich, Robotern einen lebendigen Charakter und einen biomimetischen Habitus zu verleihen. 

Dabei setzen wir unteranderem bei der Empathie und Intuition des Menschen an. Wir alle reagieren emphatisch auf Dinge, die sich selbstständig bewegen und dadurch ein Eigenleben suggerieren. Das nutzen wir als wichtigen Grundstein für eine intuitive Interaktion.

 

Arbeit an der ersten LED-Einheit des Sweep-Prototyps.

 

Während dem DesignFarm Application Workshop 1.2019 habt ihr einen Vortrag über euren Designhintergrund und euren Einstieg bei der DesignFarmBerlin gehalten. Könntest du noch etwas darüber erzählen?

Unsere Zusammenarbeit hat schon während des Studiums mit dem gemeinsamen Bachelorprojekt begonnen. Seit dem haben wir immer wieder gemeinsam an Projekten gearbeitet  und sind zu einem sehr gut eingespielten Kreativ-Team geworden. Wir arbeiten jetzt bereits über vier Jahre erfolgreich zusammen und haben eine Vielzahl an Projekten, sowohl im Hochschulkontext als auch für namhafte Kunden wie BMW, die BSR oder Nilfisk, abgeschlossen.

Bevor wir das Studio gegründet haben, haben wir individuelle Arbeitserfahrungen gesammelt. Valentin hat schon während seines Bachelor-Studiums im Porsche Design Studio als Praktikant angefangen. Nach dem Praktikum war er über 4 Jahre festes Mitglied des Porsche Design Teams in Berlin und konnte dort schon wertvolle Arbeitserfahrung und fundierte Branchenkenntnisse im klassischen Industriedesign sammeln. Ich habe während und nach dem Studium hauptsächlich Erfahrungen als Freelance Designer in den Bereichen Layout, Grafik und Corporate Identity gesammelt. In der gemeinsamen Arbeit sehe ich mich – als Interactiondesigner – als gestalterischer Gegenspieler Valentin. Mein Fokus liegt besonders auf den kommunikativen Qualitäten von Produkten, durch die Gestaltung ihrer Bewegungen.

Als Studio LS301 haben wir eine gemeinsame Vision: Unser Ziel ist es, die Interaktion von Mensch und Roboter human zu gestalten und die Akzeptanz der Menschen gegenüber neuen Technologien zu fördern. Was uns motiviert ist, dass wir als Gestalter einen Beitrag zu gesellschaftlich relevanten Fragestellungen leisten und dabei adäquate Lösungsvorschläge für die Zukunft entwickeln können. 

 

LS301 konzentriert sich auf die Entwicklung kundenspezifischer Designlösungen und die Entwicklung von Produktvisionen. Wie kombiniert ihr Produktentwicklung und eure Arbeit als Designberater im technischen Bereich?

Als Designer liegt unsere Stärke in der Beobachtung, im kreativen Umgang mit unterschiedlichen Einflussfaktoren und Einschränkungen im Produktentwicklungsprozess. Dabei behalten wir immer den Nutzer und seine Bedürfnisse im Fokus. Technologische Neuentwicklungen haben in den meisten Fällen ihren Ursprung an Universitäten oder in Forschungseinrichtungen, wo technologische Möglichkeiten ausgereizt werden, noch bevor über konkrete Anwendungsfälle nachgedacht wird. 

Viele Entwicklungen der letzten Jahre haben uns gezeigt, dass nur Technologie, die einen echten Mehrwert für den Nutzer generiert, sich auf Dauer durch setzt. Mit unserer nutzerzentrierten Denkweise schaffen wir es also die entscheidende Brücke zu schlagen und helfen unseren Kunden dabei autonome Technologie sinnvoll einzusetzen und bessere Produkte für ihre Nutzer zu entwicklen.

 

Sweep bildet eine perfekte Grundlage, um den Ansatz von Studio LS301 bei neuen Kunden zu veranschaulichen.

 

Kannst du noch etwas über die Herausforderungen bei dem Aufbau eines Studio erzählen?

Vor unserer Gründung haben wir beide als Freelance Designer für verschiedene Unternehmen gearbeitet. Wir sind in den Projekten immer direkt in die Gestaltungsarbeit eingestiegen. Kunden- und Projektakquise war da schon immer von den anderen Abteilungen erledigt worden. Jetzt merken wir zum ersten Mal selbst, wie viel Zeit und Aufwand in diesem Projektabschnitt steckt. Das ist schon eine Umstellung, gerade wenn man mit großen Konzernen zu tun hat. Bis man sich auf konkrete Projektinhalte geeinigt hat, können schonmal 4-5 Monate ins Land gehen. In dieser Zeit sind wir daher auch auf Projekte mit kleineren Unternehmen angewiesen. 

Natürlich ist es dabei auch eine Herausforderung, die eigene Motivation aufrecht zu erhalten. Als „Kreative“ ziehen wir einen Großteil unserer Motivation aus konkreter Projektarbeit an interessanten Fragestellungen. Wir stehen noch am Anfang und übernehmen aktuell alle Aufgaben in unserem Unternehmen selbst. Dieser Spagat, zwischen kreativer Arbeit und unternehmerischen Tätigkeiten, wie Marketing, Finanzplanung oder Akquise, kann schon mal sehr anstrengend sein.

 

Hannovermesse 2019LS301 war mit einem eigenen Messestand auf der Berlin Partner Area vertreten.

 

Woran arbeitet ihr gerade und was wollt ihr verbessern?

Aktuell steht ein sehr interessantes Projekt für einen deutschen Premium-Haushaltsgerätehersteller an. Hier haben wir die Möglichkeit einem traditionellen Hardware-Hersteller, der sich durch die Autonomisierung einem neuen Wettbewerb gegenüber sieht, dabei zu helfen sich künftig mit seinen autonomen Produkten, durch eine durchdachte Interaktion und Kommunikation von der Konkurrenz abzuheben. Um unsere unternehmerischen Fähigkeiten zu verbessern arbeiten wir eng mit unserem Business Coach zusammen. Aktuell überarbeiten wir gemeinsam unseren Businessplan, um uns noch einmal mit allen Facetten unserer Unternehmung vertieft zu beschäftigen.

Unsere Teilnahme an der Hannover Messe in der letzten Woche hat uns gezeigt, dass es noch Verbesserungspotenzial in der Kommunikation unserer Services und unserer Sichtbarkeit gibt – hieran müssen wir in der nächsten Zeit arbeiten.

 

www.ls301.de/

Vor wenigen Tagen hatten wir unseren ersten „Applicants – Workshop“ in diesem Jahr und sahen wieder erstaunliche Innovationen und hochinteressante Einblicke von Newcomern und etablierten Profis aus unterschiedlichsten Branchen und Organisationen.

Um diesen interdisziplinären Lernprozess zu fördern, laden wir zur jeder Bewerbungs-Runde Experten aus Forschung und Industrie ein, um ihre industrielle Perspektive zu teilen und über Entwicklungsstufen zu sprechen, damit Jungunternehmer einen ersten Eindruck davon bekommen, wie der Markt funktioniert.

Die Bewerber der aktuellen Runde, zeigten verschiedene Entwicklungen aus den Bereichen Mode, digitale Werkzeuge, Materialforschung und städtische Infrastruktur. Unter anderem Anouk Hoffmeister, die eine datenbankgestützte Client-Server-Software entwickelte, welche es den Nutzern ermöglicht, frei mit verschiedenen Medieninhalten innerhalb der Software zu interagieren. Das Team hinter „Motor Skins“ präsentierte uns einen flüssigkeitsbasierten Geh-Assistenten, der Menschen mit kleineren motorischen Behinderungen hilft, leichter zu gehen und weitere Unfälle und Stürze zu vermeiden. Youyang Song präsentierte biologisch abbaubare Textilmaterialien – Cooking New Materials! Ihre Entwicklung verarbeitet z.B. Bananenschalen zu hochästhetischen textilen Materialien für die Modeindustrie – kunststofffrei und wasserdicht.
Das soll aber nur ein schneller Eindruck der vorgestellten Vorhaben sein. Mehr Farmer-Vorstellungen in Kürze…. Also dran bleiben 🙂

Inspirierende Vorträge hielten auch unsere Experten wie Anne-Caroline Erbstößer und Carolin Clausnitzer – Technologiestiftung Berlin, Simon Angel (Kurator Sustainable Innovations), Bruno Everling – BCG Digital Ventures und Jan Varack – Ackee. Sie gaben viele Einblicke in die Erfahrungen und das Arbeitsleben an den Schnittstellen zwischen Design, Technologie, Forschung und Wirtschaft. Diese Symbiose liegt uns als DesignFarm sehr am Herzen, weil sie neben Themen wie Rechtsform, Marketing- und Finanzierungsfragen, ganz wunderbar vermittelt wie sich Vernetzung und Feedback positiv auf das eigene Start-up auswirken.

So konnte Anne-Caroline Erbstößer noch während einer Bewerber-Präsentation einen Kontakt einwerfen und Jan Varak gab Einblicke in die Zusammenarbeit mit einer App-Zielgruppe, die keine App-Zielgruppe sein wollte…nach den Präsentationen war das Gewusel dann groß und irgendwie schien Vernetzung an diesem Tag die Königsdisziplin von allen zu sein.

Am nächsten Tag war dann serious CANVAS-Getüftel angesagt und nach finaler Präsentation, danach konnte wirklich jeder Bewerber von sich behaupten, zwei intensive Arbeits-Tage hinter sich zu haben.

Wir freuen uns bald alle Neuankömmlinge vorstellen zu dürfen. Bis dahin…keep farming!

Tech-Ceramic by DesignFarm-Studios!

Ein Produkt in all seiner Form auszustellen, beinhaltet schon viel Aufwand und Konzentration. Unsere Farmerinnen Maria Braun und Jihye Kang hatten diese Aufgabe gleich zweimal. Beide waren jeweils mit eigenem Stand und ihren Kooperations-Unternehmen vertreten.

Jihye und Victor Gonzales die Gründer von Studio Sinn Ästhetik zeigten am KAHLA Porzellan Stand Melodic Scribe eine „Experimental underglazed drawing robot“. Hier konnten die Besucher über ein Interface unterschiedliche Klavier-Stück wechseln und die dabei entstehende Grafik auf Keramik-Teller zeichnen lassen.
Sinn Ästhetik geht es vor allem um die Frage der sinnlichen Übersetzung. Die Arbeit Melodic Scribe setzt sich konkret mit der visuellen Übersetzung von Akustik auseinander. Hierfür haben die Designer eine Micro-Maschine und Software entwickelt die Musik auf Keramik zeichnet. Sinn Ästhetik hat hierfür KAHLA Porzellan als Partner gewinnen können.

Maria Braun hatte mit ihrem Tech-Geschirr Univessels gleich den Ehrenplatz in der „Young Talents“ Area auf der ambiente 2019. Ihr Keramik-Geschirr sind universelle Gefäße, die durch ihre spezielle Oberflächen-Bearbeitung auch auf Induktionsherden eingesetzt werden können!

An 5 Tage hieß es für die Designer: Kontakten, informieren, diskutieren, in Kameras lächeln, Termine machen und Presse Interviews geben.

Die Keramik-Innovationen Univessels (Studio Maria Braun) und Melodic Scribe fanden viel Aufmerksamkeit und Victor Gonzalez, Jihye Kang und Maria Braun konnten sich nicht über zu wenig Interesse und Besuch beklagen.

Für beide Gründungen geht es jetzt weiter in die Produktions-Entwicklung. Wir sind gespannt 🙂 

Follow Sinn Ästhetik